Über Microsoft, Hacker und Sicherheitslücken
Wie allseits bekannt sind die 32 Bit Betriebssysteme von Windows ein gern gesehenes Fressen für Hacker und Programmierer von Viren. Wie so oft bei mächtigen Betriebssystemen ist es kaum möglich, trotz eines hohen Aufkommens von Bugfixern und Programmieren, die Flut an Sicherheitslücken zu schließen.
Ein 17 Jahre alter Bug
Ein jetzt bekanntgewordener Fakt untermalt diese Tatsache nur allzu gut. Microsoft hat in einem neuen Patch einen Bug gefixed, welcher ca. 17 Jahre alt ist. Verwundbar waren die 32 Bit Betriebssysteme über die Windows Virtual Dos Machine, kurz VDM, welche im Zuge des Windows NT Releases von 1993 integriert wurde. Die Software ist dafür zuständig ältere Dos und 16 Bit Applikationen auf den 32 Bit Systemen lauffähig zu machen. Das Windows NT Betriebssystem war übrigens das erste voll funktionsfähige 32 Bit Betriebssystem aus dem Hause Microsoft.
Auch Windows 7 betroffen
Das witzige dabei ist, dass auch Nutzer des neuesten Betriebssystems dieser Sicherheitslücke zum Opfer hätten fallen können. Die 32 Bit Version von Windows 7, nutzt nämlich ebenso wie das alte NT, diese Software. Die 64 Bit Betriebssysteme sind von dieser Sicherheitslücke gänzlich ausgeschlossen, denn die VDM ist dort nicht integriert.
Google und der Internet Explorer
Schon vor einigen Tagen wurde bekannt, dass auch Nutzer des Internet Explorers wieder Opfer einer neuen Sicherheitslücke wurden. Absurderweise waren es ausgerechnet Meldungen aus dem Hause Google, welche davon berichteten, dass Ihre Unternehmensrechner betroffen seien. War da nicht mal was mit einem Google Browser? Da stellt sich natürlich mal prompt die Frage wieso der Browser nicht einmal Inhouse verwendet wird. Naja, da wird es sicherlich plausible Gründe geben
Problem erkannt, Problem gebannt
Die Sicherheitslücke ist mittlerweile gepatched, was auch dringend nötig war. Die Hacker hatten durch Ausnutzung dieser volle Zugriffsrechte auf die Daten des jeweiligen Rechners und somit die Möglichkeit Userrechte nach Belieben zu vergeben. Ein Traum für wohl jeden Hacker. Selbst Microsoft stufte die Verwundbarkeit mit der Priorität 2 ein, was auch nicht alle Tage vorkommt.
Windows 7 kommt in Europa ohne IE
Microsoft hat angekündigt sein Betriebsystem Windows 7 aufgrund von geltendem Recht innerhalb der EU ohne integrierten Internet Explorer auszuliefern. Microsoft befindet sich momentan noch in einem laufenden Verfahren, da dem Konzern Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen wird. Durch die automatische Installation des vom Microsoft entwickelten Browsers seien viele PC User dazu verleitet worden auf das Programm zurückzugreifen anstatt sich überhaupt über Konkurrenzprodukte wie Mozilla Firefox, Opera, Safari oder neuerdings auch Google Chrome Gedanken zu machen. Ähnlich verheerend für Microsoft verlief damals ein Verfahren bezüglich des Windows Media Players, welches den Konzern satte 500 Millionen Euro kostete. Der Sachverhalt war damals der Gleiche, denn Microsoft missbrauchte seinen enormen Marktanteil im Betriebssystemsegment, um ein eigentlich separates Programm, den Media Player, auf dem Markt zu etablieren. Laut Yahoo hat sich die EU-Kommission trotz des Entgegenkommens Microsofts skeptisch geäußert. Die EU strebt eine Implementierung mehrerer verschiedener Tools in die Installation des Betriebssystems an, so dass jeder Nutzer selbst entscheiden kann welchen Browser er nutzen möchte. Ich bin gespannt wie das neue Betriebssystem, welches in meinen Augen übrigens überaus vielversprechend erscheint, dann im Herbst letztendlich in den Ladentheken stehen wird!
Windows 7 Beta jetzt Open
Nachdem Microsoft für den Test seines neuen Betriebssystems Windows 7 eine Beschränkung der Keyvergabe von 2,5 Millionen angepeilt hatte, wurden die entsprechenden Downloadserver nach Release so überlastet, dass Microsoft die Entscheidung getroffen hat jedem User zu ermöglichen das Betriebssystem zu testen. Das auf den Microsoft-Servern erhältliche ISO File ist 2,5 GB groß und lässt sich mit jeder herkömmlichen Brennsoftware auf einer DVD verewigen. Auch das Updaten von Vista auf Windows 7 ist möglich, jedoch muss das Vista SP1 installiert sein. Die Beta endet offiziell am 01.09.2009 und es gibt noch keine genauen Informationen ob es ein dementsprechendes Downgrade zurück auf Vista geben, oder ob die Beta einfach verlängert wird. Fakt ist, das man sich das neue Microsoft Betriebssystem nicht als primäres System installieren sollte, sondern lediglich zu Testzwecken. Denn wie man sich vielleicht vorstellen kann wird die neue Software noch einige Macken und vor allem Sicherheitslücken mit sich bringen. Auch für jeglichen Datenverlust wird keinerlei Haftung übernommen … denn es handelt sich nun einmal um eine Beta-Version. Ich habe einen Download Link platziert, fühlt euch also frei Windows 7 herunterzuladen und zu testen.



