ePaper – Das elektronische Papier
Das Unternehmen AU Optronics hat zwei flexible e-paper Displays auf den Markt gebracht. AUO geht vorerst mit zwei Varianten an den Start, einem 6 Zoll und einem 9 Zoll e-paper. Diese Displays sind etwas ganz besonderes, denn sie sind faltbar und geben diesem somit den Touch von echtem Papier. Die Displays verfügen über eine Auflösung von 1024 * 768 Pixeln und sollen das echte Buch in unserer heutigen Zeit ablösen. Ob es jemals dazu kommen wird sei dahingestellt, eines ist jedenfalls Fakt. Die Displays sind aufgrund ihrer Flexibilität und der Nutzungsmöglichkeit ohne eine Stromanbindung dem Buch schon relativ nahe. Ohne Strom, wie soll das denn funktionieren? Genau das habe ich mich auch gefragt und die Antwort ist relativ simpel. Das e-paper enthält eine spezielle Substanz, die es möglich macht, ein digitales Bild (bzw. Text) auf dieses zu projizieren und dauerhaft zu speichern. Damit muss das e-paper lediglich bei einer Aktualisierung des Inhalts mit Strom versorgt werden. AUO attestiert seinem e-paper sogar die „Unzerbrechlichkeit“, wobei ich persönlich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen würde. Wenn man möchte bekommt man nahezu alles zerstört ![]()
Der Massenproduktion stehe laut Aussagen des Unternehmens eigentlich nichts im Wege und das e-paper könnte den Markt für Bücher und Zeitschriften revolutionieren. Die Massenproduktion würde das Produkt selbstverständlich konkurrenzfähig machen, in der momentanen Phase sind die Displays selbstverständlich noch viel zu kostspielig. Es könnte sein, dass eine entsprechende Masse bereits im Jahr 2010 produziert werden könne, wenn der Markt auf die Technologie reagiert.
AUO erwähnte ebenfalls ein 20-inch EPD (Electrophoretic Display), welches in der Entwicklung steckt. Dieses wäre ideal für Konferenzen und Präsentationen geeignet, da es dazu in der Lage ist, Verblendungen aufgrund von Hintergrundbeleuchtung zu eliminieren.
Auf dem Bild seht ihr übrigens die Urvariante des Epapers. Die Idee etwas derartiges zu realisieren gibt es schon sehr lange.
High Quality Druckerpapier
Über eine besondere Neuerfindung habe ich in einer Zeitung gelesen und finde es so beeindruckend, dass ich kurz etwas dazu schreiben möchte. Der Canon Mitarbeiter Katsutoshi Misuda (60 Jahre), welcher sich primär mit der Weiterentwicklung von Papier für Tintenstrahdrucker auseinandersetzte, hatte schon damals die Vision das beste Fotopapier zu entwickeln. Hierbei ließ sich Misuda von Flüssigkristallbildschirmen inspirieren und erfand ein Papier, welches aus drei Lagen besteht und den Namen “Pictran Metal” trägt. In diesem Papier steckt eine erstaunliche Technologie, denn die aufgedruckte Tinte wird von hinten beleuchtet! Die unterste Schicht besteht aus Aluminiumoxid-Partikeln und funktioniert im Grunde wie ein Spiegel, denn es reflektiert das einfallende Licht. Die mittlere Schicht ist eine verhältnismäßig dicke Schicht aus Plastik. Abschließend fungiert die 40 Mikron dicke Layerschicht als Träger für die Farbe. Laut dem Bericht bietet das Papier eine nie dagewesene Farbkraft (die Farben sollen leuchten) und einen Effekt, der Objekte realistischer als jemals zuvor erscheinen lässt. Der einzige Nachteil ist, wie der vorhergegangene Text schon vermuten lässt, dass diese Technologie ausschließlich für Tintenstrahldrucker und definitiv nicht für Laserdrucker zu verwenden ist. Daraus ist leicht ersichtlich, dass das Drucken mit mit “Pictran Metal” relativ kostspielig sein wird!
Zum Schluss kommt jedoch der Knaller: Da sich Canon nicht für die Vision von Misuda interessierte gründete dieser kurzerhand ein eigenes Unternehmen und machte sich selbstständig. Zusammen mit der Vertriebsfirma Cosmos International, einem japanischen Fotopapierhändler, steht er jetzt mit seiner Erfindung im Rampenlicht und Canon bekommt kein Stück vom Kuchen. Hätten sie Ihn mal machen lassen



