Project Natal – Microsoft verzichtet auf Controller

Juni 9, 2009 by · 3 Comments
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Das Project Natal zählt wohl zu einem der revolutionärsten und am aufmerksamsten beobachteten Projekte der diesjährigen E3 und stellt ein System dar, welches das Spielen mit einer Konsole ohne Controller möglich macht. An sich ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Spielekonsolen der Neuzeit immer mehr in diese Richtung entwickelt werden, nichtsdestotrotz scheint sich Microsoft mit Natal ein wenig von der Konkurrenz abheben zu können. Sony war einer der ersten Hersteller von Spielekonsolen, der sich mit dem Thema auseinandersetzte und mit der Eye-Toy Kamera für die Playstation2 erstmals ein einigermaßen vernünftiges Motion Controlling auf den Markt brachte. Ich erinnere mich noch an die ersten Games für dieses System, wie z.B. Tischtennis, welches schon wirklich gut funktionierte und auch dementsprechend Spaß gemacht hat. Der erste wirkliche Durchbruch gelang wohl Nintendo mit der Wii, welche auch speziell darauf abgesehen war Menschen vor die Konsole zu locken, die potentiell nichts mit Gaming zu tun haben … und dies mit durchschlagendem Erfolg! Die Konsole ist erfolgreicher als jede andere Konsole auf dem Markt und das obwohl sie technisch (abgesehen vom Controlling) alles andere als revolutionär ist. Die Wii hat es geschafft ganze Familien anzusprechen und sich als trendige Lifestyle Konsole auf dem Markt zu etablieren. Genau in diesem Bereich will Microsoft nun Anteile für sich gewinnen und die vorgestellte Natal Technologie sieht wirklich mehr als vielversprechend aus. Natal kommt im Gegensatz zur Wii gänzlich ohne Controller aus und lässt sich somit bequem vom Sofa aus benutzen … und das mit beiden Händen zur freien Verfügung. Microsoft verspricht, dass es nicht nötig sein wird jemals in seinem Leben auch nur in den Genuss eines Computerspiels gekommen sein zu müssen, um an dem System Gefallen zu finden.

Der Werbespruch „The only experience needed is life experience“ ist sehr verlockend und dürfte genau das Klientel ansprechen, welches als potentieller Kundenstamm in Frage kommt. Einzigartig ist auch, dass anscheinend erstmals auch mit der Gesichtsmimik gearbeitet wird, so dass sich Launen und Stimmungen in Spiele übertragen bzw. nutzen lassen. Dies ist in meinen Augen die wohl erstaunlichste und spannendste Neuerung, welche Microsoft vorstellte. Wenn ich daran denke, wie die Bedeutung von Onlinegames innerhalb der letzten Jahre zugenommen hat dürfte dieses Feature bahnbrechend werden. Allein der Gedanke, dass ich die Stimmungen meiner Mit- bzw. Gegenspieler (gerade die ;) ) auf meinem Display erkennen kann sorgt für eine große Vorfreude auf Natal. Man stelle sich nur mal vor wie man seinen Gegner förmlich zerreist und man ihm ansehen kann das er kurz davor ist seinen Controller gegen die Wand zu werfen ;) Wer den Spaß von der E3 etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte sollte sich das verlinkte Video in keinem Fall entgehen lassen (und sich vor allem den chilligen Typen in seinem orangefarbenen Hoodie zu Gemüte führen). Ich bin gespannt und mag keine Prognose für die Entwicklung der Spielekonsolen der nächsten zehn Jahre abgeben :D

X3 – High Performance für Low Budget

Mai 20, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Hardware 

Microsoft präsentiert mit der SideWinder X3 Gaming Mouse eine adäquate Einsteiger Gaming Mouse im mittleren Preissegment.
Eine der wichtigsten Aspekte an einer Gaming Mouse ist die Ergonomie. Dies ist leicht nachzuvollziehen, denn Gamer verbringen unter Umständen mehrere Stunden vorm PC und sind dementsprechend darauf angewiesen, dass die Mouse gut in der Hand liegt und keine Schmerzen in den Gelenken verursacht. Die X3 macht hier einen ganz guten Eindruck. Etwas kleiner als das Vorgängermodell und formtechnisch leicht überarbeitet liegt die Mouse nahezu perfekt in der Hand, unabhängig davon, ob man Rechts- oder Linkshänder ist. Das Gewicht der Mouse ist gut ausbalanciert und vermittelt ein perfektes Gefühl beim Anheben und Bewegen.
Damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt angelangt: Der Präzision. Hier ist die X3 mit einem 2000 dpi Laser ausgestattet und bietet damit eine solide Grundlage für eine präzise Abtastung. Im Vergleich zur X8, welche mit 4000 dpi oder der Razer Mamba, welche sogar mit 5600 dpi getaktet ist, hört sich das erst einmal etwas mager an. Ich persönlich muss zugeben, dass ich kaum (eigentlich gar keinen) einen Unterschied zwischen der Mamba und der X3 feststellen konnte und bin der Meinung, dass 2000 dpi selbst für ambitionierte Spieler mehr als ausreichend sind. Die X3 lässt sich per Button auf bis zu 200 dpi herunterschrauben falls einem die Geschwindigkeit für den normalen Office Gebrauch zu hoch sein sollte. Angeblich soll die X3 auf diversen Oberflächen fiese Aussetzer generieren, ein anständiges Mousepad ist meiner Meinung nach jedoch für jeden Gamer Pflicht. In diesem Fall arbeitet die Mouse fehlerfrei.

Die Anordnung der Buttons ist ein weiterer Faktor, an dem man die Qualität einer Mouse bestimmen kann. Hier ist die X3 absolut bestechend und bietet ein simples aber funktionales Design. Die 2 Haupttasten sind standardmäßig angeordnet und haben ein gutes Druckprofil. Die seitlichen Tasten sind besonders hervorzuheben, denn sie sind einerseits gut erreichbar und andererseits gibt es trotzdem keine ungewollten Klicks. Viele Mäuse haben gerade bei den seitlichen Tasten genau dieses Problem. Das Mouse-Wheel ist mit einem qualitativ hochwertigen Gummiüberzug versehen und verhindert damit ein lästiges Abrutschen und die Reaktion des Wheels ist ebenfalls sehr gut.
Bei der mitgelieferten Software hat Microsoft eigentlich schon immer gute Arbeit geleistet. Auch die X3 ist mit der üblichen IntelliPoint Software ausgestattet, die es dem Nutzer ermöglicht seine Mouse individuell an seine Bedürfnisse anzupassen. Es ist beispielsweise möglich Buttons zu belegen, die Zeigergeschwindigkeit einzustellen oder auch die dpi Einstellungen zu verändern. Auch einen Makroeditor gibt es, welcher mehrere Aktionen mit einem Klick möglich macht.
Insgesamt macht die X3 einen mehr als guten Eindruck, vor allem wenn man beachtet, dass sie schon ab ca. 30-35 Euro erhältlich ist. Sie bietet alle nötigen Features für ein entspanntes und reaktionsstarkes Gaming und ist gleichermaßen für Rechts- wie für Linkshänder geeignet. Letztendlich lässt sich sagen, dass der „normale“ Gamer definitiv keinen Fehlkauf tätigt und sich die Kosten für eine Profi Mouse, wie z.B. der Razer Mamba (ca. 120 Euro!!), getrost sparen kann!

Zune HD … der I-Pod Killer Teil 2!

April 16, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Allgemeines 

Microsoft ist bereits seit längerer Zeit dabei, ein konkurrenzfähiges Produkt zum I-Pod auf den Markt zu bringen. Nicht selten schallte einem bei genauem Hinhören das Schlagwort „Zune HD“ ins Ohr. Doch genauere Details zum Gerät geschweige denn zu einem Releasetermin ließen sich nie ergattern. Laut Heise habe nun ein Mitglied des Entwicklungsteams des Zune ausgeplaudert, dass das Unternehmen für dieses Jahr eine internationale Vermarktung des Mediaplayers anstrebe.

Technische Details sind von Microsoft noch nicht offiziell bestätigt aber Recherchen ergeben ungefähr folgendes Bild:
Der Player wird anscheinend mit einem 3,6 Zoll OLED und einer I-Pod ähnlichen Touch-Bedieneroberfläche erscheinen. Ausgestattet mit einem Tegra Chip von Nvidia stehe dem Gerät genug Leistung für Mobile Games sowie für das Darstellen von hochauflösenden Videos zur Verfügung. HDMI und WLAN seien standardmäßig integriert. Laut der Seite Neowin.net wird es eine 4, 8, 16 und 32 GByte Flash-Version des Mediaplayers geben, eine 120 GByte Version sei ein Gerücht. Inwiefern die technischen Angaben der Realität entsprechen vermag ich nicht zu beurteilen, jedoch klingen die Informationen soweit solide.
Um noch einmal zurück auf den Titel zurückzukommen … ob sich der Zune HD mit dem I-Pod messen kann wage ich stark zu bezweifeln, denn bereits das als I-Pod Killer angesagte Vorgängermodell erwies sich auf dem Markt eher schwach. Auf diesem von Apple beherrschten Markt Fuß zu fassen ist definitiv nicht so leicht ….

Windows 7 Beta jetzt Open

Januar 12, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Software 

Nachdem Microsoft für den Test seines neuen Betriebssystems Windows 7 eine Beschränkung der Keyvergabe von 2,5 Millionen angepeilt hatte, wurden die entsprechenden Downloadserver nach Release so überlastet, dass Microsoft die Entscheidung getroffen hat jedem User zu ermöglichen das Betriebssystem zu testen. Das auf den Microsoft-Servern erhältliche ISO File ist 2,5 GB groß und lässt sich mit jeder herkömmlichen Brennsoftware auf einer DVD verewigen. Auch das Updaten von Vista auf Windows 7 ist möglich, jedoch muss das Vista SP1 installiert sein. Die Beta endet offiziell am 01.09.2009 und es gibt noch keine genauen Informationen ob es ein dementsprechendes Downgrade zurück auf Vista geben, oder ob die Beta einfach verlängert wird. Fakt ist, das man sich das neue Microsoft Betriebssystem nicht als primäres System installieren sollte, sondern lediglich zu Testzwecken. Denn wie man sich vielleicht vorstellen kann wird die neue Software noch einige Macken und vor allem Sicherheitslücken mit sich bringen. Auch für jeglichen Datenverlust wird keinerlei Haftung übernommen … denn es handelt sich nun einmal um eine Beta-Version. Ich habe einen Download Link platziert, fühlt euch also frei Windows 7 herunterzuladen und zu testen.

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