Fotos archivieren
Jeder kennt dieses Problem: Unzählige Fotoalben verstauben in den Regalen ohne jemals wieder betrachtet zu werden. Wie auch, wenn die anschließenden Reinigungsarbeiten nach Betrachtung dessen länger dauern werden als das reine Betrachten der guten alten Fotos
Aber mal Spaß beiseite, die schönen Erinnerungen an alte Zeiten und Erlebtes ist viel zu wertvoll, als sie in einem Fotoalbum vergammeln zu lassen. Aufgrund dessen habe ich mir neulich die Frage gestellt, wie ich meine Fotos digital archivieren kann.
Einscannen
Wenn ich richtig informiert bin wurden Bilder zur Digitalisierung anfangs noch abfotografiert und gespeichert. Der Grund dafür lag auf der Hand, die Qualität der im Handel erhältlichen Scanner war einfach nicht ausreichend, um ein Foto gleichwertig zu reproduzieren.
Heutzutage ist es absolut kein Problem mehr, seine Bilder mit einem handelsüblichen Scanner einzuscannen. Bereits im niedrigen Preissegment lassen sich Scanner finden, die qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern.
Ich habe zur Archivierung meiner Bilder einen Canon lide 90 verwendet. Dieser Scanner arbeitet auf Basis der LED-Technologie und liefert eine Auflösung von 2400*4800 dpi. Das Gerät hat mir bereits damals, als ich es mir zugelegt habe, mehr als gut gefallen. Schlankes Design, gute Bedienbarkeit und Energieeffizienz, um hier nur einige der Vorteile zu nennen.
Besonders praktisch für mich war, dass ich die mitgelieferte Software dafür verwenden konnte, meine Bilder noch einmal manuell nachzuarbeiten. Es klingt vielleicht etwas aufwändig, aber die Nachbearbeitung jedes einzelnen Bildes bringt noch einmal einen ordentlichen Qualitätsanstieg. Verwendet habe ich dabei das ArcSoft Photostudio, welches Photoshop sicherlich etwas unterlegen ist, jedoch in diesem Zusammenhang mehr als ausreichend war.
Die originalen Fotos archivieren
Nachdem ich alle Fotos digital archiviert hatte (ja es war mehr als anstrengend) habe ich mich zusätzlich dazu entschieden, die Originale gänzlich zu verstauen und von nun an zur Betrachtung nur neue Ausdrucke zu verwenden. Einige Bilder wiesen derart fortgeschrittene Alterserscheinungen auf, dass ich sie kein weiteres Mal aus dem Regal kramen möchte. Und prompt traten weitere Probleme auf:
Farbkosten
Sie sind definitiv nicht zu unterschätzen. Wer ein großes Portfolio an Fotos ausdrucken will kommt nicht drum herum, die eine oder andere Farbpatrone einzuplanen. Ein Farblaser wäre eine schöne Sache, auch hinsichtlich der Geschwindigkeit. Farblaser, die ein angemessenes Druckbild liefern, sind leider in der Anschaffung wie auch in der Unterhaltung äußerst kostspielig.
Aufgrund dessen hat der gute Tintenstrahl hergehalten. Als Befürworter von Nachfüllpatronen muss ich hier gestehen, dass ich in Originale investiert habe. Ob es etwas gebracht hat oder nicht kann ich hierbei nicht unbedingt beurteilen. Die Ausdrucke auf meinem Canon Pixma 4000 waren jedenfalls stechend scharf.
Das richtige Kopierpapier
Das nächste Problem ist die Wahl des richtigen Kopierpapiers. Welches Kopierpapier liefert mir eine angemessene Qualität zu einem vernünftigen Preis. Hier war ich schon etwas überfordert, habe mich dann aber in einem Tintenshop beraten lassen. Im Endeffekt kam dabei raus, dass das Kopierpapier keinesfalls kostengünstig werde, aber auch nicht dabei gespart werden sollte. Klingt nach einem typischen Verkäuferspruch, stellte sich jedoch als wahr heraus. Das empfohlene Foto Kopierpapier lieferte wesentlich bessere Ausdrucke als die günstigere Variante, welche ich in meinem Sparwahn natürlich trotzdem eingepackt habe
Als qualitativ gut erwiesen hat sich übrigens das Canon Pro Fotopapier, der Geldbeutel hat sich mit ca. 7€ / 20 Stk. nicht wirklich darüber gefreut!
Alles in allem bleibt eines zu sagen. Wem etwas an seinen Fotos gelegen ist, sollte sich durchaus einmal ein Wochenende Zeit nehmen und seine Fotos archivieren. Der Ärger wird riesengroß, wenn es dafür zu spät ist!



