Und noch einmal DRM
Wie ich bereits vor einiger Zeit berichtet habe, hatte Ubi Soft für seine Neuauflage des Klassikers Prince of Persia komplett auf das „Digital Rights Management“ verzichtet und das Spiel ohne jeglichen Kopierschutz in die Läden gebracht. Die Frage die ich mir dabei gestellt hatte war die, ob das DRM nun mehr und mehr verschwinden wird oder ob extrem einknickende Verkaufszahlen des Spiels dazu führen könnten den Trend doch eher in die andere Richtung umzukehren.
Ganz frisch hat nun Apple verkündigt die MP3s, welche über das I-Tunes Portal erhältlich sind, komplett ohne Kopierschutz zu vertreiben. Bereits jetzt sind ca. 8 Millionen Tracks ohne Sicherung downloadbar (entspricht ca 70-80% der angebotenen Dateien). Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Wie auch bei den PC-Games werden auch im Bereich des Audiodownloads immer mehr Stimmen laut, das das DRM den Nutzer einfach zu stark einschränkt, und das obwohl er teuer bezahlt! So ist es bei I-Tunes Downloads nötig gewesen die Dateien auf eine CD zu brennen und diese DRM frei zurückzurippen, wenn man sich des Kopierschutzes entledigen wollte. Und das war teilweise sogar nötig um Audiofiles auf jedem PC bzw. MP3-Player zum Laufen zu bekommen. Dieser Zustand ist für jemanden, der für diese Daten bezahlt hat natürlich untragbar. Auch hier wurde also das Leid der jeweiligen Plattenfirmen mit den illegalen Downloadern auf dem Rücken der zahlenden Kundschaft ausgetragen … und das ist für beide Parteien eher suboptimal.
Zu den Verkaufszahlen von Prince of Persia kann im momentan leider nichts sagen, aber Ubisoft hat sich bis dato nicht negativ geäußert, also gehe ich persönlich davon aus, das sich dir Verkaufszahlen im Rahmen der Erwartungen bewegen.
Ich sag nur DRM ByeBye!!
Trend weg von DRM?
Das Digital Rights Management, welches sich unter anderem durch Sicherheitscode Abfragen oder Online Registrierungen definiert, war schon immer ein heikles Thema für Spieleentwickler.
Einerseits scheint die Argumentation logisch, das DRM dazu führt die Verkaufszahlen stabil zu halten, denn das simple Kopieren von Software wird dadurch unterbunden. Gerade die Online-Registrierung bei neuen Spielen führt dazu, dass man ausschließlich mit der originalen Software in der Lage ist das jeweilige Spiel zu spielen.
Auf der anderen Seite steht die Unzufriedenheit derjenigen, die sich das Spiel legal erwerben. Diese werden nämlich dazu gezwungen lästige Sicherheitsabfragen und Online-Registrierungen über sich ergehen zu lassen. Dies führt teilweise so weit, dass Leute sogar abgeschreckt sind solche Spiele zu kaufen bzw. zu installieren, wie es in einigen Foren über den neuen Shooter Farcry2 zu lesen ist.
Wie jetzt bekannt wurde hat UbiSoft für die Neuauflage des Spieleklassikers „Prince of Persia“ auf eine DRM Komponente verzichtet. Im Ubisoft Forum ist zu lesen, dass man testen wolle, inwiefern sich diese Maßnahme letztendlich auf die Verkaufszahlen auswirkt.
Ich persönlich bin auf die Verkaufszahlen gespannt und werde diese im Auge behalten und selbstverständlich berichten. Eins ist jedoch klar: Ubisoft hat sich damit verbale Angriffe von erbosten Gamern erspart.



