Externe Festplatten – gut und günstig
Für den privaten Datenhaushalt bietet sich wohl kein Medium so gut an wie die externe Festplatte. Per USB an den Rechner angeschlossen erkennen aktuelle Betriebssystem das Medium ohne die Installation eines Treibers oder einer Software, welches dementsprechend direkt und komfortabel verwendet werden kann. Eine externe Festplatte ist heutzutage wirklich günstig zu erwerben. Im Grunde sehr verständlich, denn es handelt sich bei den kleinen Kästen um herkömmliche Festplatten in einem kleinen Gehäuse mit einem kleinen Controller … mehr nicht! Doch worauf sollte man beim Kauf achten?
Unterschieden werden die Größen externer Festplatten in 2,5 und 3,5 Zoll. Die kleinere Variante mit 2,5 Zoll bedient sich hierbei der Festplatten, welche üblicherweise auch in Notebooks verbaut werden. 3,5 Zoll Festplatten sind normalerweise in Desktop Systemen verbaut. Die Frage ist, für welchen Zweck die Festplatte zum Einsatz kommen soll. Benutze ich sie primär als tragbares Medium oder steht sie zu Zwecken der Datensicherung bzw. Speichererweiterung permanent auf meinem Schreibtisch? Generell hat die 2,5 Zoll Platte im Gegensatz zur 3,5 Zoll Platte den Vorteil, dass sie keine externe Stromversorgung benötigt. Dafür ist sie in der Regel aber auch etwas anfälliger für Schäden und Ausfälle. Des Weiteren bieten 3,5 Zoll Platten mehr Performance.
Leistung
Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. In der Leistung unterscheiden sich die Festplatten teilweise enorm. Die wichtigsten Bewertungsfaktoren sind hierbei „Umdrehungen“ und „Cache“. Eine solide günstige externe 3,5 Zoll Festplatte verfügt über 8-16 MB Cache und 7200 U/Minute, will man die gleichen Leistungswerte für eine 2,5 Zoll Festplatte, muss man leider tiefer in die Tasche greifen. Weitere Bewertungsfaktoren wie Übertragungsgeschwindigkeit und Zugriffszeiten sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.
Hersteller und Preis
Auf dem Markt befinden sich einige Hersteller, die günstige externe Festplatten anbieten. Der Preis spiegelt sich hierbei aber wie so oft nicht in der Qualität wider. Zu günstige externe Festplatten sind dementsprechend oftmals schneller hinüber als die etwas kostspieligere Variante. Es lohnt sich hier immer die Kundenmeinungen auf verschiedenen Preisportalen oder Händlerwebsiten zu vergleichen. So lassen sich etwaige „Problemkinder“ schon im Vorfeld aufspüren, was sicherlich eine Menge Ärger ersparen kann
Gerade wenn man die Platte als Datensicherungsmedium verwendet! Ach ja, um auf den Punkt zu kommen … eine 1TB Festplatte (3,5 Zoll) von z.B. Western Digital kann man für unter 70€ mit nach Hause nehmen. Das gleiche zahlt man für eine langsamere 2,5 Zoll Platte mit 640GB!
Nur eine Datensicherung schützt vor Datenverlust
Von Datensicherung, bzw. „Backup“, spricht man, wenn ausgewählte Dateien auf ein externes Speichermedium kopiert und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden um bei einem Datenverlust darauf zurückgreifen zu können.
Welche Möglichkeiten gibt es eine Datensicherung durchzuführen?
Sie kann entweder manuell oder mit einer professionellen Software betrieben werden. Ein sogenannte „Datensicherungssoftware“ kostet unter Umständen eine Menge Geld … kann aber auch eine Menge Ärger und sogar finanziellen Verlust verhindern. Für den Heimgebrauch reicht eine manuelle Sicherung auf eine externe Festplatte sicherlich aus, für den gewerblichen Gebraucht empfiehlt sich schon der Einsatz einer solchen Datensicherungssoftware.
Es wird zwischen Disk Imaging, das die ganze Partition sichert oder File Backup, welches nur ausgewählte Dateien sichert, unterschieden.
Strategien
Eine Datensicherung ist aber nur so gut wie die Strategie mit der sie ausgeführt wird. Eine solche Strategie legt fest, in welchem Intervall welche Dateien auf welchem Medium gesichert werden. Sie enthält auch alle wichtigen Details für die Wiederherstellung.
Datensicherungen können vollständig „alle Daten“, differenziell „alle Daten die sich seit dem letzten Vollbackup verändert haben“, oder inkrementell „nur Daten die sich seit der letzten Sicherung verändert haben“ erstellt werden. Jedes dieser Verfahren hat sein Vor- und Nachteile deshalb werden sie sinnvollerweise in Kombination eingesetzt.
Es gibt auch das Generationenprinzip „Großvater-Vater-Sohn-Datensicherung genannt“, dabei werden Datensicherungen verschiedenen Alters angelegt um bei Datenverlust und Beschädigung der letzten Sicherung trotzdem eine Wiederherstellung möglich zu machen.
Wo wird gesichert?
Als Datensicherungs-Archive, gerade für den privaten Bereich, können verschiedene Speichermedien benutzt werden, z.B. CD, DVD, externe Festplatten, Zip-Laufwerke, USB-Sticks, Netzlaufwerke, oder auch FTP-Server.
Für die professionelle Datensicherung kommen in Servern sogenannte RAID-Systeme zum Einsatz. Diese RAID-Systeme sind im Grunde nichts anderes als eine Vielzahl von Festplatten, die sich nach oben beschriebenen Strategien spiegeln und somit exakte Abbilder der Original Festplatte erstellen. So kann das System die Daten, auch beim Ausfall mehrerer Platten, jederzeit rekonstruieren.
Eines steht fest: Im Idealfall sollte man Datensicherungen nie benötigen. Sie dienen nur dem Ernstfall, wenn Daten durch einen Virus, einen Festplattenschaden, durch versehentliches Löschen, Diebstahl, oder auch durch natürliche Katastrophen, verloren gehen, um den Schaden zu begrenzen.






