Nur eine Datensicherung schützt vor Datenverlust

Juli 29, 2010 by Daniel
Filed under: Software 

Von Datensicherung, bzw. „Backup“, spricht man, wenn ausgewählte Dateien auf ein externes Speichermedium kopiert und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden um bei einem Datenverlust darauf zurückgreifen zu können.

Welche Möglichkeiten gibt es eine Datensicherung durchzuführen?

Datensicherung © Glatze mit Kamera @ flickr.com

Datensicherung © Glatze mit Kamera @ flickr.com

Sie kann entweder manuell oder mit einer professionellen Software betrieben werden. Ein sogenannte „Datensicherungssoftware“ kostet unter Umständen eine Menge Geld … kann aber auch eine Menge Ärger und sogar finanziellen Verlust verhindern. Für den Heimgebrauch reicht eine manuelle Sicherung auf eine externe Festplatte sicherlich aus, für den gewerblichen Gebraucht empfiehlt sich schon der Einsatz einer solchen Datensicherungssoftware.

Es wird zwischen Disk Imaging, das die ganze Partition sichert oder File Backup, welches nur ausgewählte Dateien sichert, unterschieden.

Strategien

Eine Datensicherung ist aber nur so gut wie die Strategie mit der sie ausgeführt wird. Eine solche Strategie legt fest, in welchem Intervall welche Dateien auf welchem Medium gesichert werden. Sie enthält auch alle wichtigen Details für die Wiederherstellung.

Datensicherungen können vollständig „alle Daten“, differenziell „alle Daten die sich seit dem letzten Vollbackup verändert haben“, oder inkrementell „nur Daten die sich seit der letzten Sicherung verändert haben“ erstellt werden. Jedes dieser Verfahren hat sein Vor- und Nachteile deshalb werden sie sinnvollerweise in Kombination eingesetzt.

Es gibt auch das Generationenprinzip „Großvater-Vater-Sohn-Datensicherung genannt“, dabei werden Datensicherungen verschiedenen Alters angelegt um bei Datenverlust und Beschädigung der letzten Sicherung trotzdem eine Wiederherstellung möglich zu machen.

Wo wird gesichert?

Als Datensicherungs-Archive, gerade für den privaten Bereich, können verschiedene Speichermedien benutzt werden, z.B. CD, DVD, externe Festplatten, Zip-Laufwerke, USB-Sticks, Netzlaufwerke, oder auch FTP-Server.

Für die professionelle Datensicherung kommen in Servern sogenannte RAID-Systeme zum Einsatz. Diese RAID-Systeme sind im Grunde nichts anderes als eine Vielzahl von Festplatten, die sich nach oben beschriebenen Strategien spiegeln und somit exakte Abbilder der Original Festplatte erstellen. So kann das System die Daten, auch beim Ausfall mehrerer Platten, jederzeit rekonstruieren.

Eines steht fest: Im Idealfall sollte man Datensicherungen nie benötigen. Sie dienen nur dem Ernstfall, wenn Daten durch einen Virus, einen Festplattenschaden, durch versehentliches Löschen, Diebstahl, oder auch durch natürliche Katastrophen, verloren gehen, um den Schaden zu begrenzen.

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